Change coming at Caterham

Collin Kolles is back!

WRC – RALLYE MEXICO 2014

Herkules-Aufgabe für WM-Spitzenreiter Volkswagen in Mexiko

  • Volkswagen als WM-Erste, -Zweite und -Vierte „Straßenkehrer“ von León
  • Erste Schotter-Rallye des Jahres rund um die geografische Mitte Mexikos
  • Große Höhe zusätzliche Herausforderung für Mensch und Material

Erstmals Schotter, große Höhe und ein Luxusproblem – Volkswagen startet bei der Rallye Mexiko (06.–09. März) in eine besondere Herausforderung. Beim dritten Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) nehmen die drei Volkswagen Werksduos erstmals in dieser Saison Schotter unter die Räder des Polo R WRC. Aus dem Winter Monte Carlos und Schwedens werden sommerliche Temperaturen Mexikos. Und eine geografische Besonderheit im WM-Kalender gibt es noch dazu: Der mit 2.781 Meter über Normalnull höchste und der mit 1.832 Metern tiefste Punkt auf den Wertungsprüfungen bedeuten im wahrsten Sinn dünne Luft für die WM-Teilnehmer.

Bis zu 30 Prozent ihrer Leistung verlieren die Motoren unter diesen Bedingungen. Dazu werden Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) als WM-Führende, Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) als WM-Zweite sowie Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula (N/FIN) als WM-Vierte mit einem zusätzlichen Problem konfrontiert. Sie haben angesichts ihrer Top-Platzierungen im WM-Klassement die Ehre, die Strecke zu eröffnen. Damit spielen sie die Rolle der „Straßenkehrer“ von León und fegen die Wertungsprüfungen für die Nachfolgenden vom losen Schotter frei – grundsätzlich Gift für gute WP-Zeiten.

„Lag bei den ersten beiden WM-Rallyes des Jahres in Monte Carlo und in Schweden der Schwerpunkt etwas mehr auf der fahrerischen Leistung, ist in Mexiko diesmal verstärkt das Material gefragt“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. „Die Anpassung der Motorsteuerung an die extreme Höhe ist eine knifflige Aufgabe für die Ingenieure, die die Balance zwischen Standfestigkeit und minimaler Leistungseinbuße finden müssen. Dazu haben auch unserer Fahrer/Beifahrer-Paarungen eine Herkules-Aufgabe vor sich. Sie dürfen – oder müssen – die Strecke wegen ihrer Top-Platzierungen in der WM eröffnen. Trotz dieses immensen Nachteils glaube ich fest daran, dass Jari-Matti Latvala, Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen hier und da zaubern und hoffentlich alle überraschen können.“

Wer ist schneller als Speedy Gonzales? – Kleine Wunder an Tag eins nötig

Mit jedem World Rally Car, das die Route passiert, werden die Wertungsprüfungen mehr und mehr von ihrer dicken Schicht losen Schotters gesäubert. Selbst auf dem zweiten Durchgang auf den WPs tritt bei der Rallye Mexiko dieser Effekt ein. Für diejenigen, die die Route eröffnen, ein klarer Nachteil. Umso mehr kommt es auf Fahrer und Beifahrer im Volkswagen Team an. Mit einem Null-Fehler-Job und perfekt kalkuliertem Risiko könnten die Werksduos am ersten Rallye-Tag Schadensbegrenzung betreiben. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila führen mit 40 Zählern die Tabelle in Fahrer- und Beifahrer-Wertung an und eröffnen damit als Erste die Wertungsprüfungen des ersten Rallye-Tages. Ihre Teamkollegen Sébastien Ogier/Julien Ingrassia folgen mit zwei Minuten Abstand. Sie liegen mit 35 Zählern derzeit auf WM-Rang zwei. Weitere vier Minuten später gehen Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula (24 WM-Zähler, Platz vier) auf die Strecke.

Vor der Saison wurden im sportlichen Reglement der Rallye-WM die Bestimmungen zur Startreihenfolge novelliert. Der erste Rallye-Tag wird nun stets in der Rangfolge des WM-Klassements ausgetragen, alle weiteren in der Reihenfolge der Rallye-Gesamtwertung vom Vortag. Eine Qualifikation wie in den vergangenen Jahren wird nicht mehr ausgetragen.

Wie Joggen mit Schnorchel – die Luft wird für die Motoren dünn

Die 1,6-Liter-Turbomotoren in der Rallye-WM werden laut Reglement mit einem Luftmengenbegrenzer effektiv in ihrer Leistung begrenzt – gerade so, als würde man beim Joggen durch einen Schnorchel atmen. Auf Höhen in der Sierra de Lobos und der Sierra de Guanajuato rund um die 2.800-Meter-Marke ist bei der Rallye Mexiko dieser Effekt noch einmal verstärkt. Mit der Höhe sinkt der Sauerstoffanteil der Luft und führt damit zu einer weniger effizienten Verbrennung. Zudem sinkt der Luftwiderstand für den Turbolader. Damit steigt die Drehzahl in diesem Bauteil – nur ein Eingreifen über die Motorsteuerung kann eine mechanische Überlastung verhindern. Verglichen mit der Rallye Schweden sinkt die Leistungsausbeute der Motoren damit um 28 bis 30 Prozent.

„Die Höhe bei der Rallye Mexiko betrifft kein Bauteil des Polo R WRC derart wie den Motor“, so Dr. Donatus Wichelhaus, Leiter Motorenentwicklung bei Volkswagen Motorsport. „Einerseits sinkt mit der Höhe der Luftdruck und damit der Sauerstoffgehalt der Luft, andererseits auch der Luftwiderstand im Turbolader, der damit höhere Drehzahlen erreicht als bei allen anderen Rallyes. Um seine Standfestigkeit weiterhin zu gewährleisten, gleichzeitig aber so wenig Leistung wie möglich zu verlieren, haben wir uns bereits vor dem vergangenen Jahr mit verschiedenen Simulationen auf die ‚Mexiko‘ vorbereitet.“

Mittendrin in Mexiko: Bergwerksschächte, Serpentinen und „El Chocolate“

Bei der Rallye Mexiko bilden die Extreme ein unverwechselbares Kontrastprogramm für Fahrer, Beifahrer und Fans. Popstar-Feeling und die Begeisterung von 80.000 Zuschauern bei der „Guanajuato Street Stage“ treffen Einsamkeit im Hochland, Kurzprogramm von nur etwas mehr als einem WP-Kilometer trifft 56-Kilometer-Knochenjob – die Rallye Mexiko ist einer der vielfältigsten im WM-Kalender. Drei Wertungsprüfungen ragen allein ihrer Länge wegen heraus: „El Chocolate“ am Freitag mit gut 44 Kilometern auf Zeit, „Otates“ am Samstag mit knapp 54 Kilometern sowie „Guanajuatito“ mit etwa 56 Kilometern.

Auf der WP „Derramadero“ steht der beliebteste Zuschauerpunkt der Fans auf dem Programm. Ultraschnelle Serpentinen, eine Abfahrt um rund 200 Höhenmeter innerhalb von gerade einmal 2,5 Kilometern sowie die Sprungkuppe „El Brinco“ mit spektakulären Flugeinlagen der World Rally Cars sind die exquisiten Zutaten dieser abschließenden und live im TV übertragenen Power Stage. Und das alles lediglich vier Kilometer vom Cerro del Cubilete entfernt, auf dem eine etwa 30 Meter hohe Christus-Statue den geografischen Mittelpunkt Mexikos markiert.

Stimmen vor der Rallye Mexiko

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Ich mag die Rallye Mexiko. Das Ziel für dieses Jahr ist natürlich, den Sieg aus der vergangenen Saison zu wiederholen. Die zum Teil langen Wertungsprüfungen in Mexiko sind für uns immer eine große Herausforderung. Wir starten als Zweite mit dem Wissen, dass die Straßenverhältnisse mit jedem Auto besser werden. Meine Ausgangssituation ist mit Sicherheit besser als die meines Teamkollegen Jari-Matti Latvala, aber die Jungs hinter uns werden noch bessere Bedingungen haben. Wir werden also am ersten Tag das Maximum herausholen müssen, um nicht früh alle Chancen einzubüßen. Eine unserer Stärken im vergangenen Jahr war der Motor des Polo R WRC. Wir hatten mit den Bedingungen, der dünnen Luft und dem damit verbundenen Leistungsverlust, weniger Probleme als unsere Konkurrenten. Doch die Karten sind für 2014 neu gemischt worden.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Der Sieg in Schweden war ein besonderer Moment für mich und hat mir natürlich eine Extraportion Selbstvertrauen gegeben. Auf die anstehende Schotter-Rallye in Mexiko mit ihren schwierigen Bedingungen haben wir uns mit Testfahrten in Spanien sorgfältig vorbereitet. Durch die wegfallende Qualifikation muss ich in Mexiko als Erster auf die Piste, was natürlich ein Handicap ist. Die Regeln sind aber, wie sie sind. Die Freude, als WM-Führender nach Mexiko zu reisen, überwiegt auf jeden Fall. Ich nehme es sportlich und werde das Beste aus den Gegebenheiten machen. Wenn alles perfekt läuft, ist sogar ein Sieg möglich, aber das ist nicht mein Hauptziel. Wir wollen wenigstens Punkte holen. Eine Podiumsplatzierung wäre schon super.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Schweden war ein perfektes Wochenende. Wir haben um den Rallye-Sieg gekämpft und der zweite Platz war im Endeffekt ein großartiges Ergebnis für Mikko und mich. Wenn man einmal auf dem Podium stand, möchte man das natürlich wiederholen. Man darf aber auch den Sinn für die Realität nicht verlieren. Jetzt freuen wir uns auf Mexiko, was absolutes Neuland für uns ist. Da ich die Rallye noch nicht im Wettbewerb gefahren bin, wird es für uns nicht einfach. Immerhin konnte ich im vergangenen Jahr an der ‚Recce‘ teilnehmen und somit erste Eindrücke sammeln. Mein Ziel sind die Top Fünf. Ich bin jedenfalls körperlich und mental frisch für das Rallye-Wochenende. Nach Schweden war ich zu Hause bei meiner Familie und meinen Freunden, außerdem habe ich noch einen Wochenend-Trip nach New York unternommen, um ein bisschen zu entspannen. Jetzt kann’s losgehen.“

Drei Fragen an … Martin Hassenpflug

Sie sind Car Chief am Polo R WRC von Weltmeister Sébastien Ogier. Um erfolgreich zu sein, ist blindes Vertrauen zwischen Car Chief und Pilot nötig. Wie lange hat es bei Ihnen beiden gedauert?
Martin Hassenpflug: „Das hat sich relativ schnell eingestellt, da wir in etwa gleich alt sind. Zudem war es natürlich von Vorteil, dass wir die komplette Saison 2012 mit dem Škoda Fabia gemeinsam absolviert haben. Seitdem besteht dieses blinde Verständnis zwischen uns beiden und unsere Zusammenarbeit funktioniert absolut reibungslos. Das zahlt sich natürlich an den hektischen Rallye-Wochenenden aus.“

Sie haben bereits mit vielen Fahrern zusammengearbeitet und somit den Vergleich: Was zeichnet Sébastien Ogier aus und was hebt ihn von anderen Piloten ab?
Martin Hassenpflug: „Sébastien hat auf jeden Fall den Willen, immer zu siegen. Na gut, das haben beinahe alle, aber bei ihm ist es wirklich extrem. (lacht) Wenn es um die Wurst geht und Rallye angesagt ist, schaltet er auf Siegermodus – und los geht’s!“

Der Ogier-Polo wird von ihnen mehrmals täglich gehätschelt und gepflegt. Wann haben Sie das letzte Mal das Auto Ihrer Frau gewaschen?
Martin Hassenpflug: „Das ist in der Tat recht selten. Ab und zu fahre ich mal in die Waschanlage oder sauge an der Tankstelle die Sitze und die Fußräume. Das war es aber auch schon. Aber Beschwerden, dass ich nur den Polo vom Séb schrubbe und nicht ihr Auto, kamen bisher jedenfalls nicht. Das eine ist schließlich meine Arbeit, das andere ist privat – somit sind es zwei unterschiedliche Paar Schuhe.“

Die Zahl zur Rallye Mexiko: 3

Beim dritten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) möchte Volkswagen den dritten Erfolg im Jahr 2014 feiern. Außerdem reist das Team aus Wolfsburg mit seinen drei Fahrergespannen als Titelverteidiger und Führender in allen drei Wertungen (Fahrer-, Beifahrer- und Hersteller-Wertung) nach León und Umgebung. Im vergangenen Jahr sicherte sich Sébastien Ogier neben dem Gesamtsieg beim dritten Auftritt von Volkswagen in der Rallye-WM drei Zusatzpunkte für den Gewinn der Power Stage.

RALLYE SPANIEN – Volkswagen ist Weltmeister – Hersteller-Titel nach Doppelsieg in Spanien

Weltmeister-Story, zweiter Teil: Volkswagen hat den Gewinn des Hersteller-Titels in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) mit einem herausragenden Doppelsieg bei der Rallye Spanien gefeiert. Damit gehen sämtliche Rallye-WM-Titel* des Jahres 2013 nach Wolfsburg. Bereits bei der Rallye Frankreich vor drei Wochen krönten sich Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) zu Weltmeistern in Fahrer- und Beifahrerwertung. Dank ihres bemerkenswerten achten Saisonsieges vor ihren Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) bei der Rallye Spanien ist Volkswagen bereits einen WM-Lauf vor Saisonende nicht mehr von der Spitze der Herstellerwertung zu verdrängen. Der Gewinn dreier Titel im Debüt-Jahr mit dem Polo R WRC markiert den größten Erfolg von Volkswagen im Motorsport.

Titelgewinne für die Geschichtsbücher – das Hersteller-Debüt von Volkswagen

Volkswagen erreichte in der Rallye-WM-Saison 2013 etwas noch nie Dagewesenes. Beim Debüt der Marke in der Top-Kategorie FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) gingen sämtliche Titel nach Wolfsburg, sowohl in Fahrer- und Beifahrerwertung als auch in der Herstellerwertung. Noch keinem Hersteller ist es in der Historie der Rallye-WM gelungen, im Debütjahr auf Anhieb eine WM zu gewinnen. Selbst in der Geschichte der Formel 1 ist noch kein Automobilhersteller auf Anhieb aus eigener Kraft mit einem Titelgewinn eingestiegen. Volkswagen übertrifft damit alle Erwartungen. Ursprünglich galten Podiumsresultate im ersten, Laufsiege im zweiten und der Kampf um WM-Titel im dritten Jahr als ehrgeizige Zielsetzung.

Volkswagen Piloten glänzen unter Extrembedingungen

Die Rallye Spanien geriet am Finaltag zum echten Krimi zwischen den Volkswagen Piloten Ogier/Ingrassia und Latvala/Anttila. Ogier ging nach einem Reifenschaden am Vortag als Gesamtvierter in die abschließenden 138,54 Kilometer auf Schotter, Latvala als Führender. Unterschiedliche Herausforderungen am Finaltag, große Leistungen der Volkswagen Duos – während Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila auf den abschließenden Schotterprüfungen der Rallye Spanien die Strecke eröffneten und damit die Ideallinie für die Nachfolgenden sauberfegten, sahen sich Sébastien Ogier/Julien Ingrassia mit einem anderen Problem konfrontiert. Die neuen Rallye-Weltmeister* fuhren als viertes Auto auf der Strecke im Staub ihrer ärgsten Gegner im Kampf um den Laufsieg. Ein Umstand, der das dominierende Duo der Saison scheinbar nicht ernstlich einbremste: Vier der sechs Prüfungsbestzeiten gingen allein am Sonntag an Ogier/Ingrassia, plus zwei weitere Top-3-Zeiten. Nur eine Fahrer/Beifahrer-Paarung konnte am Sonntag ebenfalls Glanzpunkte setzen: Andreas Mikkelsen/Mikko Markkula gelangen im dritten Polo R WRC zwei Prüfungsbestzeiten.

Zusätzliche Augen für den Blindflug: Beifahrer am Sonntag mitentscheidend

Stehende Staubfahnen des Vordermanns, tief stehende Sonne am Morgen – die Bedingungen am Sonntag bildeten eine große Herausforderung für Fahrer und Beifahrer. Dank des präzise vorgelesenen Aufschriebs machten beispielsweise Ogier/Ingrassia im dichten Staubnebel im Vergleich zur Konkurrenz trotz schlechter Sicht bis zu 20 Sekunden auf die direkte Konkurrenz gut – eine Frage des Vertrauens zwischen Fahrer und Beifahrer. Die Beifahrer müssen sich beim Verlesen des sogenannten Gebetbuchs dabei ganz und gar auf ihren Instinkt verlassen – Anhaltspunkte sind bei Null Sicht echte Mangelware. „Das war definitiv Schwerstarbeit für uns Beifahrer“, so Julien Ingrassia, Co-Pilot von Sébastien Ogier.

Der Allrounder: 13 von 15 Prüfungsbestzeiten gehen an den Polo R WRC

Die Rallye Spanien bildete den einzigen Saisonlauf der Rallye-WM, der sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter ausgetragen wird. Der Volkswagen Polo R WRC bewies unter diesen besonderen Bedingung echte Allrounder-Qualitäten: 13 von 15 Prüfungsbestzeiten, 26 von 45 möglichen Top-3-Zeiten gingen an das World Rally Car aus Wolfsburg. Sieben Mal war der Allradler auf den neun Asphalt-Prüfungen erfolgreich sowie auf allen sechs Schotter-Teilabschnitten. Seit dem ersten Start des Polo R WRC in der Rallye-WM bei der Rallye Monte Carlo schlagen insgesamt 132 von 215 möglichen Prüfungsbestzeiten zu Buche – eine Quote von 61,4 Prozent. Allein Sébastien Ogier verbuchte im Jahr 2013 bis heute 101 Prüfungsbestzeiten.

Quelle Text und Bilder: http://www.volkswagen-motorsport.com

Porsche Carrera Cup Deutschland, 17. Lauf, Hockenheim

Kévin Estre mit Sieg zum Titel

Stuttgart. Erst im letzten von 17 Saisonläufen des Porsche Carrera Cup Deutschland konnte der Franzose Kévin Estre (Attempto Racing) die Meisterschaft für sich entscheiden. Bei strömendem Regen auf dem Hockenheimring sammelte er mit einem Sieg vor Christian Engelhart (D/Konrad Motorsport) und Alex Riberas (E/Attempto Racing powered by Motorvision) die entscheidenden Punkte. Nun heißt der neue Champion Estre, der mit neun Siegen eine beeindruckende Saison vorzuweisen hat. „Der Titel im Carrera Cup Deutschland ist die Erfüllung eines Traums. Dies ist mein dritter Meistertitel im Rennauto und mein mit Abstand wertvollster“, erklärte ein freudestrahlender Estre, nachdem er von Matthias Müller, dem Vorsitzenden des Vorstandes der Porsche AG, den Meisterpokal entgegen genommen hatte.

Im letzten Rennen war Estre mit seinem 450 PS starken Porsche 911 GT3 Cup, der auf dem legendären Straßenmodell 911 GT3 RS basiert, von der Pole-Position gestartet. Sein engster Verfolger Engelhart teilte sich mit ihm die erste Startreihe. Estre setzte sich an die Spitze und trotz der widrigen Wetterbedingungen lief das Rennen bis zur zehnten Runde verhältnismäßig ruhig. Doch nachdem Connor de Phillippi (USA/Förch Racing by Lukas Motorsport), der zwischenzeitlich auf Position zwei lag, sein Fahrzeug nach einem Dreher neben der Strecke abstellen musste, kam das Safety-Car zum Einsatz. Somit konnten die Verfolger wieder aufschließen und Estres Vorsprung von mittlerweile neun Sekunden war dahin. Doch der 24-Jährige behielt die Nerven und entschied das Rennen mit einem fulminanten Restart für sich. Engelhart fand nicht mehr den Anschluss und Estre sicherte sich seinen ersten Titel im Porsche Carrera Cup Deutschland.

PCCD Start

Eine brillante Leistung zeigte Porsche-Junior Alex Riberas. Nachdem er mit einer Pole-Position am Nürburgring bereits eine Kostprobe seines Talents gegeben hatte, schaffte er beim Saisonfinale als Dritter den Sprung auf das Podium und damit den bislang größten Erfolg seiner Karriere. „Platz drei bei solch schwierigen Bedingungen ist toll. Ich freue mich sehr über mein erstes Podium im Porsche Carrera Cup“, erklärte der Spanier. Sein Junior-Kollege de Phillippi, der von Platz drei gestartet war, setzte sich am Start gegen Engelhart durch. Der 20-Jährige musste die Hoffnungen auf seinen ersten Podiumsplatz jedoch nach einem Ausrutscher in den Kies begraben: „Die Strecke war unglaublich rutschig. Ich konnte das Fahrzeug einfach nicht mehr halten und ärgere mich jetzt maßlos. Grundsätzlich bin ich jedoch mit meiner ersten Saison im GT-Auto zufrieden. Auf diesen Resultaten möchte ich aufbauen.“

K. Estre

De Phillippi gewann die Rookie-Wertung als bester Neueinsteiger mit 116 Punkten vor Jeffrey Schmidt (105 Punkte) und Riberas (85 Punkte). Bereits am Samstag entschied Rolf Ineichen (CH/Konrad Motorsport) die B-Wertung mit 284 Zählern für sich. Zweiter wurde Dominic Jöst (D/Attempto Racing, 225) vor Wolf Nathan (NL/FE Racing by Land-Motorsport, 195). Sieger der Teamwertung ist Attempto Racing mit 468 Zählern vor Konrad Motorsport (328) und Förch Racing by Lukas Motorsport (259).

Podium

Im Porsche Carrera Cup Deutschland wird im Jahr 2014 der neue 911 GT3 Cup auf Basis des Modells 991 eingesetzt, der in dieser Saison bereits im Porsche Mobil 1 Supercup fährt. In der kommenden Saison feiert der Carrera Cup dann sein 25-jähriges Bestehen.

Rennergebnis 17. Lauf:

1. Kévin Estre (F/Attempto Racing)

2. Christian Engelhart (D/Konrad Motorsport)

3. Alex Riberas (E/Attempto Racing powered by Motorvision), 69

4. Nicki Thiim (DK/Attempto Racing)

5. Jaap van Lagen (NL/FE Racing by Land-Motorsport)

6. Philipp Eng (A/Logiplus MRS-Racing)

7. Norbert Siedler (A/Aust Motorsport)

8. Jeffrey Schmidt (CH/Team Deutsche Post by Project 1)

9. Pieter Schothorst (NL/Team Bleekemolen)

10. Bas Schothorst (NL/Team Bleekemolen)

Punktestand nach 17 von 17 Läufen:

Fahrer-Wertung

1. Kévin Estre (F/Attempto Racing), 249 Punkte

2. Christian Engelhart (D/Konrad Motorsport), 239

3. Nicki Thiim (DK/Attempto Racing), 217

4. Norbert Siedler (A/Aust Motorsport), 167

5. Philipp Eng (A/Logiplus MRS-Racing), 166

6. Sean Edwards (GB/Team Deutsche Post by Project 1), 162

7. Jaap van Lagen (NL/FE Racing by Land-Motorsport), 159

8. Robert Lukas (PL/Förch Racing by Lukas Motorsport), 134

9. Connor de Phillippi (USA/Förch Racing by Lukas Motorsport), 116

10. Jeffrey Schmidt (CH/Team Deutsche Post by Project 1), 105

Amateur-Wertung

1. Rolf Ineichen (CH/Konrad Motorsport), 284

2. Dominic Jöst (D/Attempto Racing), 225

3. Wolf Nathan (NL/FE Racing by Land-Motorsport), 195

4. Daniel Allemann (CH/Team GT 3 Kasko), 188

5. Thomas Langer (D/Highspeed Racing), 166

Rookie-Wertung

1. Connor de Phillippi (USA/Förch Racing by Lukas Motorsport), 116

2. Jeffrey Schmidt (CH/Team Deutsche Post by Project 1), 105

3. Alex Riberas (E/Attempto Racing powered by Motorvision), 85

4. Pieter Schothorst (NL/Team Bleekemolen), 79

5. Fabien Thuner (CH/Attempto Racing powered by Motorvision), 55

Teamwertung

1. Attempto Racing, 468

2. Konrad Motorsport, 328

3. Förch Racing By Lukas Motorsport 1, 259

Dreifacher Fokus auf Opel Motorsport

  • ADAC Opel Rallye Cup erwartet spannendes Finale um die Meisterschaft
  • Fünf Talente kämpfen um Fördercockpit im ADAC Opel Rallye Junior Team
  • ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk startet im ADAM R2 als Vorauswagen

Rüsselsheim. Dem ADAC Rallye Masters steht am 25./26. Oktober bei der ADAC 3-Städte-Rallye im ostbayerischen Kirchham bei Passau ein spannendes Finale bevor. Dabei richten sich die Augen der Rallye-Szene nicht zuletzt auf das Geschehen rund um Opel Motorsport. Der Titelkampf im ADAC Opel Rallye Cup 2013 zwischen Markus Fahrner und dem schon als Gewinner der Junior-Wertung feststehenden Marijan Griebel könnte packender kaum sein. In der Junior-Wertung kämpfen noch drei Teams um die Vizemeisterschaft, und der Gaststart von Routinier Felix Herbold bedeutet eine weitere Herausforderung für die jungen Teams des ADAC Opel Rallye Cups.

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Die ADAC 3-Städte-Rallye stellt auch einen deutlichen Fingerzeig in Richtung der näheren Zukunft von Opel Motorsport dar. Mit Marijan Griebel, Fabian Kreim, Timo Broda, Dominik Dinkel und Christian Allkofer kämpfen fünf Nachwuchstalente in einer groß angelegten Fahrersichtung um ein Fördercockpit im ADAC Opel Rallye Junior Team, das für die Saison 2014 ein nationales und internationales Einsatzprogramm im Opel ADAM R2 beinhaltet.

Damit schließt sich beim Finale der Kreis, denn nicht zuletzt steht auch der Opel ADAM R2 im Mittelpunkt der Aktivitäten von Opel Motorsport. Zur ADAC 3-Städte-Rallye wurde ein zweiter Prototyp des neuen, 185 PS starken Boliden aufgebaut, der seine Feuertaufe bereits als Vorausfahrzeug bei der ADAC Rallye Deutschland mit Bravour erledigt hat. „Verglichen mit dem damaligen Testträger sind wir in der Entwicklungsarbeit einen großen Schritt vorwärts gekommen“, erklärt Opel Motorsport Ingenieur Dietmar Metrich. „Das Auto, das bei der ADAC 3-Städte-Rallye fahren wird, ist erheblich leichter und in zahlreichen Bereichen optimiert. Der Wagen entspricht nun annähernd dem Stand, den wir zum 1. Januar beim Motorsport-Weltverband FIA homologieren werden.“

Gefahren wird der ADAM R2 als Vorausfahrzeug bei der ADAC 3-Städte-Rallye von keinem Geringeren als ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk, einem bekennenden Rallye-Enthusiasten und langjährigen erfolgreichen Rallye-Piloten. Der Rosenheimer nutzte bereits vor zwei Wochen die Gelegenheit, im Rahmen der ADAC Rallye Baden-Württemberg einige Testkilometer in einem Opel ADAM Cup abzuspulen. An seiner Seite saß der international mit allen Wassern gewaschene ehemalige Rallye-Beifahrer Günther Holzer, der ihm auch bei der 3-Städte-Rallye den Weg weisen wird.

„Obwohl wir seit der Arctic-Rallye 2002 nicht mehr gemeinsam im Auto gesessen sind, hat alles fast auf Anhieb wieder gut gepasst“, so Hermann Tomczyk nach der Fahrt im Cup-ADAM. „Es ging darum, eine Vorstellung zu bekommen, was uns bei der ADAC 3-Städte-Rallye erwartet. Es war einfach großartig! Der Vorausfahrzeug-Einsatz im Opel ADAM R2 wird eine schöne Herausforderung. Ich kann’s kaum erwarten!“

Mit seinem persönlichen Enthusiasmus ist Hermann Tomczyk nicht nur einer der größten Förderer der gemeinsamen Rallye-Aktivitäten von Opel und dem ADAC, er hat sich im Verlauf der ersten sieben Saisonläufe auch als glühender Fan des Rallye-ADAM geoutet: „Es ist unvorstellbar, welch tolles Auto die Jungs und Mädels für diesen attraktiven Preis bekommen. Davon haben wir früher nur träumen können. Der ADAM hat alles, was du brauchst. Das Auto fährt sich sehr schön, ist am Limit aber sicher eine Herausforderung und damit absolut geeignet, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich weiß nicht, ob ich mir auf meine alten Tage noch das Linksbremsen angewöhnen soll, aber ich freue mich auf jeden Fall darauf, bei der ADAC 3-Städte-Rallye ein bisschen Gas geben zu können!“

Die 50. ADAC 3-Städte-Rallye startet zur ersten Etappe bereits diesen Freitagabend um 18.15 Uhr auf dem Serviceplatz in Karpfham. Schauplatz der Zieldurchfahrt ist anderntags ab 16.16 Uhr das Rallyezentrum, der Erlebnispark Haslinger Hof in Kirchham.

Die Karriere von Sean Edwards in Bildern

Über 100 Rennen im Porsche Carrera Cup und im Porsche Mobil 1 Supercup – Sean Edwards war ein unglaublich wichtiger Bestandteil der Porsche Markenpokale in den letzten Jahren. Um an den charismatischen Briten zu erinnern, hat http://www.racecam.de eine Bildserie zusammengestellt, die auf die schönsten und bedeutendsten Stationen von Sean Edwards zurückblickt.

Hier gehts zur Fotogalerie auf der Facebook-Seite von racecam

 

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Formel 1 – Toro Rosso: Kvyat ersetzt Ricciardo

Fahrerpaarung für 2014 steht fest

Fahrerbekanntgabe für 2014: Daniil Kvyat erbt das zweite Toro-Rosso-Cockpit von Daniel Ricciardo.

Toro Rosso verkündete am Montagabend seine Fahrerpaarung für die Formel-1-Saison 2014. Neben dem Franzosen Jean-Eric Vergne wird der 19-jährige Russe Daniil Kvyat an den Start gehen. Kvyat gehört dem Red-Bull-Nachwuchsprogramm an und ersetzt den Australier Daniel Ricciardo, der 2014 neuer Teamkollege von Sebastian Vettel bei Red Bull Racing wird. Kvyat fuhr bislang in der GP3 und der Formel 3 Europameisterschaft.

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„Daniil ist ein sehr talentierter Fahrer“, lobt Teamchef Franz Tost. „Er war ein sehr erfolgreicher Kart-Fahrer und gewann im vergangenen Jahr die Formel Renault 2.0 mit sieben Siegen. In diesem Jahr nahm er an sechs Rennen der Formel 3-EM teil und holte einen Sieg sowie fünf Podestplätze.“

Kvyat beeindruckte das Team mit seiner starken Performance und seinem guten technischen Feedback beim Young Driver Test in Silverstone. „Das bedeutet, dass die Grundlagen vorhanden sind“, so Tost. „Daniil kann sich sicher sein, dass wir unsere gesamte Erfahrung im Umgang mit jungen Fahrern nutzen werden, um ihm den bestmöglichen Start in seine Formel-1-Karriere zu ermöglichen.“

Für den jungen Russen wird natürlich ein Traum wahr. „Ich möchte Red Bull und Toro Rosso danken, dass sie mir diese unschätzbar wertvolle Chance geben“, so Kvyat. „Seit ich damit begann, Kartrennen zu fahren, wollte ich in die Formel 1 kommen und nun wird dieser Wunsch in der kommenden Saison Realität.“ Seine italienischen Sprachkenntnisse dürften dem Wahl-Italiener bei Toro Rosso helfen, sich schnell im Team einzuleben.

Da Costa ausgebremst

Eigentlich wurde Antonio Felix da Costa als Top-Kandidat für das vakante Toro-Rosso-Cockpit gehandelt, doch der Portugiese fuhr in der Formel Renault 3.5 lediglich eine durchwachsene Saison und dürfte damit zumindest vorest die Chance auf ein Cockpit in der Königsklasse verloren haben. „Das Ziel ist, es nächstes Jahr zu schaffen. Entweder nächstes Jahr oder nie“, hatte der 22-Jährige zu Saisonbeginn gegenüber Motorsport-Magazin.com erklärt.

„Es schmerzt, aber so ist es eben. Ich freue mich für Daniil und dass es in der Red-Bull-Familie bleibt“, twitterte da Costa nun. Kvyat antwortete darauf: „Danke, mein Freund. Viel Glück, bei was auch immer du tust. Es war schön, mit dir das Zimmer zu teilen, wir sehen und bald.